der Prolog und somit der Auftakt der Vikingtour sind geschafft. Eine wunderbare, freundliche Athmosphäre umgibt uns hier, was zum einen der nordische Einschlag der Landesbewohner und zum anderen wohl an der Einzigartigkeit der norwegischen Fjordlandschaft liegt, und Einiges ist passiert, also hört, hört oder besser lest einfach die folgenden paar Zeilen.
Euer Joachim Wechner aus Vik in Norwegen
6,75 Kilo sind zu leicht und 80,57 Kilo sind zu schwer
Radsport erinnert zuweilen an Bulimie. Schier unerträglich manchmal, die nicht endend wollenden Diskussionen um das Thema Gewicht. So hängt seit gestern Abend hier in unserem Valhalla am Basketballkorb eine Digitale Federwaage. Das war meine Idee, hatte ich mir doch zu Hause gedacht, ich muss doch zur allgemeinen Kommunikation hier in Norwegen beitragen - mein wie von Sherlock Holmes durchdachter Plan klappte. Schon hing Annikas Renner am Haken. Die ersten Konkurrenten näherten sich scheu aber bestimmt, im Visier das kleine Digitaldisplay - Augen reiben war jetzt angesagt, 6,75 Kilo - die magische Zahl, der erste Wettbewerb vor dem Wettbewerb war gestartet. Noch heute hängen immer wieder Rennräder am Haken, mittlerweile ist leider Annikas anfängliche Führung in dieser Wertung geplatzt - momentan stehen 6,55 Kilo als das Mass aller Dinge zu buche. So wird gefightet um jedes Gramm, muss das denn so sein? Oh ja, es muss wohl so sein, ich hab's am eigenen Leib gespürt, heute beim Prolog oder besser heute beim Bergzeitfahren, denn bei mir stehen 80,57 Kilo Lebendgewicht zu buche und das ist eindeutig zu schwer.
Aber was lieferte denn der Prolog von heute...
...zwei Leadertrikots gilt es ab heute zu verteidigen - au Backe.
Annika - Gesamtführung der Damen Achim - Gesamtführung in der Altersklasse über 50
(Die Zeiten: Arno 17:37, Achim 18:05, Annika 18:07, Joachim 18:26)
Da wird nicht mehr viel Spielraum für eigene Ambitionen bleiben. Oder vielleicht doch? Wir sind begeistert und zufrieden, besser konnte es nicht laufen - da haben wohl einige die Daumen gedrückt - vielen Dank.
Wir werden sehen, was morgen geht, wir werden weiter offensiv fahren und unser Team präsentieren. Ich werde Euch am laufenden halten. Morgen geht es auf die erste richtige und lange Etappe.
Die zweite Etappe im Überblick
135 Kilometer, 2 Berge, 1500 Höhenmeter, eine kurze idyllische Fährüberfahrt